tbs berlin GmbH Unternehmensberatung

Baukoordination

Koordination und Gesundheit auf Brandenburger Baustellen

 Das Projekt wurde gefördert vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen des Landes Brandenburg im Programm "Arbeit durch Arbeitssicherheit".

Auftrag geändert. - Terminplan gekippt. - Nichts davon gewußt. - Nichts davon gesagt. - Gefahr nicht erkannt.

Dies sind typische Gründe, warum allzu oft Koordinations-Pannen am Bau auftreten und zu Leistungs- und Qualitätseinbußen, Unfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen führen.

Moderne Handlungshilfen für Bauplaner, Bauleiter und Baubetriebe

Im Rahmen des Projektes wurden Ursachen von Planungs- und Koordinationspannen ermittelt und Handlungshilfen entwickelt, die zum Abbau dieser Pannen beitragen und damit die praktische Umsetzung der neuen Baustellenverordnung unterstützen. Sie ist seit Juli 1998 in Kraft und fordert vom Bauherrn für Baustellen ab 500 Manntagen die Bestellung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinators und die Ausarbeitung und Umsetzung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Plans. Konkrete Produkte des Projektes sind Instrumente zur Information und Abstimmung für Planer und Handwerker und Muster für die Erstellung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Plans. In der Planung und Ausführung von Baustellen sollen damit die jeweils vor-/ nachgelagerten und parallel laufenden Arbeiten besser berücksichtigt werden. Besonderes Gewicht liegt darauf, die bautypischen Gefahren für alle Betroffenen transparent zu machen und wechselseitige Behinderungen und Gefährdungen zu verringern. Den Baubetrieben werden damit praktische Hilfen zur Organisation und Leistungssicherung zur Verfügung gestellt.

Zusammengefasst sind diese Instrumente in einem "Leitfaden zur Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordination auf Baustellen im Hochbau" (auf den Seiten des DGB Technologieberatung e.V.).

Projektpartner

Partner des Projektes waren zum einen verschiedene Baubetriebe des Hochbaus: Maurer, Zimmerer, Dachdecker, Installateure, Elektriker, Fliesenleger, Maler, Tischler sowie auftraggebende Generalunternehmer. Zum anderen waren Fachleute wie Sicherheits- fachkräfte, Arbeitsmediziner und Vertreter der Berufsgenossenschaften, der Handwerksorganisationen, der Krankenkassen und Tarifparteien an dem Projekt beteiligt. Sie alle haben mit ihren Informationen, kritischen Fragen, Hinweisen und Ideen zum Erfolg des Projektes beigetragen. Das Projektteam stützte sich u.a. auf die Erfahrungen aus dem vorhergehenden Projekt "Gesundheitspolitik im Brandenburgischen Bauhandwerk", in dem bereits Präventions- und Organisations-Instrumente für das Bauhandwerk entwickelt wurden.